Zertifikatslehrgang Fachkraft für Warenursprung und Zollpräferenzen
Die korrekte Bestimmung des Warenursprungs und der Umgang mit Zollpräferenzen sind entscheidend für die Rechtssicherheit im internationalen Handel. Fehlerhafte Ursprungsangaben oder ungenaue Präferenznachweise können zu hohen Nachforderungen und Haftungsrisiken führen.
Der Zertifikatslehrgang Warenursprung und Zollpräferenzen der Zollakademie Austria vermittelt praxisnahes Fachwissen – von den rechtlichen Grundlagen bis zur Anwendung im Unternehmensalltag. Der modulare Aufbau kombiniert Theorie mit interaktiven Workshops, in denen komplexe Themen anhand konkreter Beispiele vertieft werden.
ZIELGRUPPE
Der Zertifikatslehrgang „Fachkraft für Warenursprung und Zollpräferenzen“ richtet sich an Personen, die im internationalen Warenverkehr tätig sind und ihr Wissen im Bereich Warenursprung und Präferenzrecht systematisch und praxisorientiert erlernen und vertiefen möchten.
Sie sind verantwortlich für die Erstellung von Präferenznachweisen, die Prüfung von Lieferantenerklärungen oder die Nutzung von Freihandelsabkommen? Sie möchten praxisorientierte Kenntnisse erwerben, um eine tragende Rolle im Unternehmen in der Durchführung und Kontrolle von Prozessen im Bereich Ursprung und Präferenzen zu erlangen? Sie sind verantwortlich im Zusammenhang mit der Bewilligung zum Ermächtigten Ausführer und/oder REX?
Dann bietet Ihnen dieser Lehrgang das nötige Fachwissen, um Ihre Aufgaben rechtssicher und effizient zu erfüllen.
IHR MEHRWERT
- Rechtssicherheit im Tagesgeschäft
- Kostenvorteile durch optimale Nutzung von Präferenzen
- Praxisnahes Wissen direkt einsetzbar im Unternehmen
- Fachliche Spezialisierung mit anerkanntem Zertifikat
Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Expertise im internationalen Warenverkehr auszubauen und sich für neue berufliche Herausforderungen zu qualifizieren.
LERNZIELE
Nach Absolvierung des Zertifikatslehrgangs Fachkraft für Warenursprung und Zollpräferenzen sollen die Teilnehmer in der Lage sein, die Verantwortung im Zusammenhang mit der Bewilligung zum ermächtigten Ausführer und/oder registrierten Ausführer (REX) zu übernehmen und folgende Fragen zu beantworten:
- Was ist der Unterschied zwischen nichtpräferenziellem Ursprung und Präferenzursprung?
- Mit welchen Staaten unterhält die EU Freihandelsabkommen und wo findet man Informationen dazu?
- Unter welchen Voraussetzungen gilt eine Ware als präferenzbegünstigt?
- Was sind Lieferantenerklärungen und was ist bei Ihrer Verwendung zu beachten?
- Welche Arten von Präferenznachweisen gibt es und wie werden sie korrekt ausgestellt?
- Wie wird man 'Ermächtigter Ausführer' bzw. 'Registrierter Ausführer (REX)' und welche Punkte sind im Zusammenhang mit diesen Bewilligungen zu beachten?
- Worauf ist bei der Inanspruchnahme von Präferenzen im Import zu achten?
- Welche Haftungsrisiken gibt es bei fehlerhafter Anwendung der Vorschriften zu Warenursprung und Zollpräferenzen?
- Welche Arbeitsschritte im Zusammenhang mit dem Thema Warenursprung und Zollpräferenzen können automatisiert werden und was ist bei der Auswahl entsprechender Software zu beachten?
- Was sind häufige Problemfelder bei der Nutzung von Freihandelsabkommen in der Praxis?
INHALT
Modul 1 – Basiswissen Warenursprung und Zollpräferenzen (1 Tag Präsenz)
- Abgrenzung nichtpräferenzieller Ursprung und Präferenzursprung
- Nichtpräferenzieller Ursprung und Ursprungszeugnis
- Freihandelsabkommen der EU
- Übersicht aktuelle Abkommen
- Hintergründe, Rechtsgrundlagen
- Grundlegende Systematik
- Lieferantenerklärungen
- Anwendungsfälle für Lieferantenerklärungen
- Kennenlernen der häufigsten Arten von Lieferantenerklärungen
- Systematik der Ursprungsregeln anhand einfacher Beispiele
- Ausreichende Be- und Verarbeitung/Minimalbehandlung
- Warenzusammenstellungen
- Arten von Präferenznachweisen
- Kennenlernen der Bewilligung zum Ermächtigter Ausführer und des Registrierten Ausführers (REX)
- Haftungsrisiken bei fehlerhaftem Umgang mit den Regelungen zu Warenursprung und Präferenzen
Modul 2 – Workshop Präferenzkalkulation (1 Tag Präsenz)
- Vorstellung u.a. folgender Themen in Zusammenhang mit der Präferenzkalkulation anhand von Beispielen:
- Mögliche Vorgehensweise bei der Kalkulation von Maschinen/Anlagen -„Baugruppenkalkulation“
- Kumulierung
- Draw-Back-Verbot
- Besonderheiten bei Auslagerung von Bearbeitungsschritten
- Kalkulation von Waren nach Reparatur
- Verwendung von Durchschnittswerten
- Ausnahmen vom Territorialitätsprinzip
- Selbstständige Bearbeitung von Beispielen
Modul 3 – Workshop Lieferantenerklärungen (1/2 Tag Online)
- Selbstständige Bearbeitung von Beispielen zu verschiedenen Arten von Lieferantenerklärungen
- Besprechung der Beispiele
Modul 4 – Präferenznachweise (1/2 Tag Online)
- Arten von Präferenznachweisen in verschiedenen Abkommen
- Archivierung von Präferenznachweisen
- Infos zur Beantragung und laufenden Überwachung der Bewilligung zum ermächtigten Ausführer und des REX-Status
- Wesentliche Inhalte einer Arbeitsanweisung zum Thema Warenursprung und Präferenzen
- Erkennen fehlerhafter Präferenznachweise
- Praxisbeispiele
Modul 5 – Software (1/2 Tag Online)
- Wesentliche Punkte auf die bei der Auswahl einer Software zum Thema Warenursprung und Präferenzen zu achten ist
- Vorstellung einer Beispielsoftware (Anbieter MIC)
Modul 6 – Prüfungsvorbereitung (1/2 Tag Online)
Wiederholungsbeispiele zur Vorbereitung auf die Zertifizierungsprüfung
VORAUSSETZUNGEN
Grundlegende Vorkenntnisse im Bereich Warenursprungs- und Präferenzen sowie allgemeine Zoll-Basiskenntnisse (im Umfang der „Zollfachkraft“) sind von Vorteil.
ZUSÄTZLICHE HINWEISE
Zur aktiven Mitarbeit ist ein eigener Laptop bei den Präsenzmodulen mitzunehmen.
PRÜFUNGSINFORMATION
Bitte beachten Sie, dass Sie sich für die Zertifizierungsprüfung gesondert anmelden müssen und dass diese auch extra zu bezahlen ist! Nähere Informationen dazu finden Sie direkt auf der Homepage unseres empfohlenen Zertifizierungspartners ECFT Certifications GmbH.
Inhalt der Kursreihe
-
INHALT Vorstellung u.a. folgender Themen in Zusammenhang mit der Präferenzkalkulation anhand von Beispielen: Mögliche Vorgehensweise bei der Kalkulation von Maschinen/Anlagen -„Baugruppenkalkulation“ Kumulierung Draw-Back-Verbot Besonderheiten bei Auslagerung von Bearbeitungsschritten Kalkulation von Waren nach Reparatur Verwendung von Durchschnittswerten Ausnahmen vom Territorialitätsprinzip Selbstständige Bearbeitung von Beispielen
-
INHALT Selbstständige Bearbeitung von Beispielen zu verschiedenen Arten von Lieferantenerklärungen Besprechung der Beispiele
-
INHALT Arten von Präferenznachweisen in verschiedenen Abkommen Archivierung von Präferenznachweisen Infos zur Beantragung und laufenden Überwachung der Bewilligung zum ermächtigten Ausführer und des REX-Status Wesentliche Inhalte einer Arbeitsanweisung zum Thema Warenursprung und Präferenzen Erkennen fehlerhafter Präferenznachweise Praxisbeispiele
-
INHALT Wesentliche Punkte auf die bei der Auswahl einer Software zum Thema Warenursprung und Präferenzen zu achten ist Vorstellung einer Beispielsoftware (Anbieter MIC)
-
INHALT Wiederholungsbeispiele zur Vorbereitung auf die Zertifizierungsprüfung